Nachtlichtung Aktuelles 1
Folgeschwangerschaft

Folgeschwangerschaft: Drahtseil und Schwebebalken

Die Kinder im Herzen sind in der Regel für andere nicht sichtbar. Genauso wenig sichtbar ist die existentielle Betroffenheit über Verluste und Brüche im Leben überhaupt. In diesem Jahr sind drei von den unsichtbaren Eltern guter Hoffnung. In einem Fall wurde ein gesunder Sohn kürzlich geboren, zwei weitere haben eine große Strecke hinter sich gebracht und wir drücken alle Daumen, dass es einfach mal gut gehen wird. Werdende Mütter und Väter balancieren wie auf einem Drahtseil durch ihren Alltag. Rechts und links lauert der Abgrund. Auf dem Seil gilt es den Alltag zu bewältigen, Geschwisterkinder zu versorgen, sich selbst, den Ängsten Stand zu halten, Schlafstörungen zu überwinden und meist auch noch zur Arbeit zu gehen. Diesen Weg zu meistern, ist eine Höchstleistung und sollte begleitet sein von Geduld mit sich selbst, Verständnis im Außen und ganz viel Liebe. Linda hat ihren Weg mit der Überschrift beschrieben: "Wir sind eine glückliche, fünfköpfige Familie. Auch wenn man es nicht gleich sieht. Wir tragen ein Kind im Herzen und zwei Kinder an der Hand." Bestimmt findet ihr euch auch darin wieder. Zum Artikel Folgeschwangerschaft
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Vatertag

“Vatertag, ein stiefmütterliches Dasein”

Anders als beim Muttertag, der zu Ehren der Mutterschaft seit mehr als einhundert Jahren zelebriert wird, verläuft der Vatertag, der in seiner heutigen Form schon seit Ende des 19. Jahrhunderts besteht, meist völlig anders ab. Die Mutter wird an ihrem Ehrentag von ihren Liebsten beschenkt und bedacht. Der Vater beschenkt sich selbst, unter Ausschluss seiner Familie, mit viel Bier und oder Schnaps. So ist es in vielen Familien die Regel und sicherlich mehr als ein reines Klischee.
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Vatertag

Vatertag für unsichtbare Väter

Auch wenn es stimmt, dass Männer anders trauern als Frauen, ist doch auch der Vatertag für die Väter und Großväter, die den Tod am Anfang des Lebens erfahren haben, eher ein nachdenklicher und trauriger Tag. Die männlichen Wesen, die mit Bollerwagen, Schubkarre oder Einkaufswagen gröhlend unterwegs sind, verstehen den Vatertag als Alkohol-Flatrate. Sie haben natürlich gar nichts damit zu tun, dass dies ein besonderer Tag für Unsichtbare Väter und Großväter ist, die sich schmerzhaft bewusst sind Väter und Großväter von Kindern zu sein, die den Weg ins Leben nicht geschafft haben oder die viel zu kurz geblieben sind. 
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Muttertag

Muttertag in der Familiengeschichte

Manchmal muss ein Nachtlichtlein reichen, wenn der Tod ins Leben greift. Da bin ich gerade in Gedanken. Ich vermute, ich habe den Muttertag bemerkt, als ich in die Grundschule ging, da hat man ja Anfang der 60er Jahre auch dazu gebastelt. Ich frage mich manchmal, wie es mir da wohl gegangen ist, meine Mutter war gestorben, als ich 6 Jahre alt war, gerade eingeschult, dann Umzug, neue Schule, von da an bei meiner Oma gelebt. Mit meiner Oma (Mutter meiner Mutter) ging ich regelmäßig zu ihrem Grab, daran erinnere ich mich gut aber ob wir speziell am Muttertag dort waren, glaube ich nicht. In der Beschäftigung mit der Pandemie wurde mir erst bewusst, dass meine Oma als Kind (Jahrgang 1912) ihre Mutter und vier Geschwister 1920 im Dezember zum Ende der Spanischen Grippe verloren hatte. Etwa 2 Jahre später wurde der Muttertag in Deutschland etabliert. Für mich galt dieser Muttertag irgendwie nicht, aber natürlich wuchs ich auf mit den Basteleien in der Grundschule zu dieser Gelegenheit. Ich habe keine Erinnerung daran, dass damalige Lehrer differenziert hätten, wer unter den Schüler*innen gerade im Familienbereich diese schwere Lücke hat.
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Muttertag

Muttertag für unsichtbare Mütter

Für Mütter, die ein Kind hergeben mussten, ist der Muttertag auch ein sehr trauriger Tag, geprägt von ambivalenten Gefühlen voller Liebe und Schmerz. Beim Dank, der den Müttern gilt, zwischen Blumen und Pralinen, werden unsichtbare Mütter mit den ganz besonderen Herausforderungen ihrer Mutterrolle oft vergessen.
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Allgemein

Nachtlichtlein.de erblickt das Licht der Welt

Unser Nachtlichtlein will nun endlich leuchten und es da heller machen, wo es besonders dunkel ist. Beleuchten, wo großes Leid zu oft im Dunkeln bleibt und Eltern darin unsichtbar. Unser Portal befindet sich noch im Aufbau und wird mit der Zeit weiter wachsen, um noch heller zu leuchten. Wir wünschen uns ein lebendiges Portal, gestaltet von und für Unsichtbare Eltern und alle, die mit dem Tod am Anfang des Lebens konfrontiert sind. 
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